Umbau eines Wohnhauses in Hergenrath

Ausgangssituation:

Das Grundstück Hergenrather Weg in Aachen mit Wohnhaus und angebauter Einliegerwohnung liegt  im Landschaftsschutzgebiet im Aachener Süden direkt an der belgischen Grenze. Das Wohnhaus wurde im Jahre 1935 im Stil eines typischen „Kaffeemühlenhauses“ mit 2 Vollgeschossen erbaut. Im westlichen Bereich befanden sich erdgeschossige Anbauten, die vorraussichtlich als Stall oder Waschküche bzw. Außentoiletten genutzt wurden. 1989 wurden diese Stallgebäude durch einen Anbau ersetzt, der seitdem als Einliegerwohnung zusätzlich zum Einfamilienhaus genutzt wurde.  Im Laufe der Zeit wurde an der Südfassade noch ein Schuppengebäude errichtet. Der Eingangsbereich wurde ebenfalls verändert und durch einen kleinen Anbau erweitert.

Raumprogramm und Architektur:

2 geometrische Hofflächen auf einheitlichem Niveau (-0.05) stellen den Baukörper auf dem Grundstück frei und formulieren die räumlichen Zusammenhänge im Kontext. Die maximale Geometriesierung schafft eine „Gebäudeinsel“ mit klaren Raumgrenzen und direkten Außenbezügen.

Die Struktur des einfachen und ehemals klar gegliederten Wohngebäudes mit seinem quadratischen Grundriss wird weitgehend beibehalten bzw. durch einige wenige Rückbauten wiederhergestellt. Die Küche wird Eingangsdiele, zugänglich vom neuen südlichen Hofbereich (neues Niveau -0.05). Der vormalige Eingangsbereich wird umgebaut, im 1. OG aufgestockt, und in beiden Geschoßen als neue Badezimmer genutzt (das Wohnhaus hatte ursprüglich keine Bäder, sondern nur 2 Außentoiletten)

Der Essraum erhält 2 bodentiefe Fenster mit direktem Zugang zum nördlichen Hofbereich  (neues Niveau -0.05).

Im westlichen Anbau wird eine Auskernung vorgenommen und ein großzügiger Raum auf  Erdgeschoßebene 0.00 geschaffen. Die vorhandene, unregelmäßige Form wird vereinfacht. Bodentiefe Fenster bieten weite Ausblicke über die Felder und verbinden den nördlichen mit dem südlichen Hofbereich

Projektbearbeitung: Leistungsphasen 1-5


Jahr: 2022    Status: Geplant